SIRENE

Eine Butoh-Tanzsolo von Alexander Wenzlik

 sirene_20140509_sw-109_internet

 In der griechischen Mythologie werden die Sirenen als Todesdamönen in der Gestalt wunderschöner Frauen dargestellt. Die Butoh-Tanzperformance Sirene setzt sich mit der scheinbaren Widersprüchlichkeit von verführerischer Schönheit und dem abgrundtief Bösen, Grauenvollen und Tödlichen der Sirenen auseinander.

Das Solo erforscht den Widerhall, der von den Sirenen im Körper ausgelöst wird und wie der aufgenommene Gesang der Sirenen durch den Körper zum Ausdruck gebracht wird.

Ein Tanz der Sirenen und ein Tanz des von den Sirenen verführten Menschen. Ein Tanz, in dem sich die Transformation von der Sirene zum Menschen und umgekehrt vollzieht.

Inspiriert von Kafkas Geschichte „Das Schweigen der Sirene“ ist das Stück eine tänzerische Suche, wie der Anziehung der Sirenen durch das Vortäuschen des Verührtseins entkommen werden kann.

Das Stück untersucht gleichermaßen die vollkommene Überwältigung  durch eine  Sehnsucht und den körperlichen Zustand , Quell einer Sehnsucht, also Ursache für ein sich Hin- und Aufgeben wollen zu sein. Es erforscht den Moment, indem die Erfüllung einer Sehnsucht und das Ende des Ersehnten in eins fallen.

Sirene thematisiert die Verheißung und den sich dahinter verbergenden Abgrund, den im Moment der Erfüllung lauernden Tod.


Tanz und Choreographie
: Alexander Wenzlik
Licht: Stefan Sendsitzky
Kostüm: Io Arnold
Gestaltung: Seda Büyüktürkler
Foto: Andreas Weimann

Uraufführung am 9. Mai 2014 im Einstein Kultur, 81675 München

 

 

eine Produktion von